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Samstag, 21. September 2013

"Die Arena" von Stephen King

Titel: Die Arena
Autor: Stephen King
Originaltitel: Under The Dome
Erscheinungsjahr: 2009

- Taschenbuch
- 1296 Seiten


Erster Satz: Aus einer Höhe von zweitausend Fuß, wo Claudette Sanders gerade eine Flugstunde nahm, leuchtete die Kleinstadt Chester's Mill im Morgenlicht, als wäre sie frisch hergestellt und eben erst dorthin verfrachtet worden.

Klappentext: Wenn kein Gesetz mehr gilt, zählt nur der Kampf ums nackte Überleben...
Urplötzlich stülpt sich eines Tages eine unsichtbare Kuppel über Chester's Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Es gibt kein Entrinnen - als die Vorrate zur Neige gehen und kein herkömmliches Gesetz mehr gilt, beginnt ein bestialischer Kampf ums Überleben...




Inhalt: Ohne jegliche Vorwarnung stülpt sich eines Tages eine riesige Kuppel über die idyllische Kleinstadt Chester's Mill. Flugzeuge stürzen ab, Fahrzeuge krachen ohne Kontrolle gegen die Barriere und Tiere werden entzweigeteilt. Schnell wird klar, dass die Kuppel die komplette Stadt umgibt und es kein Entkommen geben kann. Die Regierung, das Militär und die Einwohner sind völlig hilfslos und ahnungslos wie mit der Situation umgegangen werden soll. Die Anfangs noch als nicht besonders gefährlich, weil vielleicht nur vorrübergehend, betrachtete Lage eskaliert innerhalb der Kuppel in kürzester Zeit, da von einem auf den anderen Tag jeder um das blanke Überleben kämpt. Der 2. Stadtverordnete Big Jim Rennie reist die Verantwortung schnell an sich, da er endlich die perfekte Möglichkeit sieht "seine" Stadt vollkommen unter seine Kontrolle zu bringen. Allerdings hat er bei all seinen Plänen nicht den sich auf der Durchreise befindenden Dale Barbara (genannt Barbie) bedacht, der die skrupellosen Pläne schnell durchschaut und sich gegen Rennie wendet. 
Während der Existenz der Kuppel sind Mord, Raub und völlige Rücksichtslosigkeit zum normalen Handeln der Menschen geworden und niemand sieht sich in der Lage etwas zu unternehmen. Bis der wahre Grund für die Kuppel entdeckt wird.

Meine Meinung: "Die Arena" ist wirklich ein unfassbar umfangreiches Buch. Fast 1300 Seiten haben für Stephen King wirklich den perfekten Platz geboten sich, was die Beschreibung der Stadt und die Ausarbeitung der Charaktere angeht, komplett auszutoben. Auf den ersten Seiten des Buches findet man einen Stadtplan der Stadt und 3-seitiges Verzeichnis aller Personen die maßgeblich am Geschehen beteiligt sind. Was das angeht sucht das Buch wirklich seinesgleich, alles ist genial detailliert ausgeführt! Ich hatte allerdings so meine Probleme mit dem Buch, da 1300 Seiten nun wirklich ein harter Brocken sind. Hinzu kam, dass das Ganze zwischenzeitlich wirklich langweilig war. Es geschahen zwar immer neue Dinge, aber so richtig spannend wurde es erst am Ende und so dümpelten die Ereignisse knappe 1000 Seiten so vor sich hin. Da muss man sich schon wirklich immer wieder aufs Neue motivierten weiterzulesen.
Was das Ende anging war ich auch enttäuscht. Es war zwar typisch Stephen King aber irgendwie auch wieder nicht. Ich bin es gewohnt, dass Kings Enden immer fantastisch geschrieben sind und die ganze Geschichte des Buches nochmal steigern und allem einen total neuen Blickwinkel geben. Hier war die Auflösung der Kuppel innerhalb von 10 Seiten abgehandelt und man hat sich wirklich gefragt, ob man dafür jetzt 1286 Seiten lesen musste.
Jedoch überwiegt hier ganz klar die Genialität des Buches, was die verschiedenen Charaktere und Chester's Mill an sich angeht. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn ich ein wenig länger gebraucht habe.

Übrigens läuft aktuell auf Pro 7 die Serie "Under The Dome", die nach dem Vorbild des Buches gedreht wurde. Wenn ihr denkt, die Serie sei genau oder auch nur annähernd wie das Buch muss ich euch leider enttäuschen. Ich bin bei jeder klitzekleinen Übereinstimmung begeistert, wenn ich Fernsehen schaue, da diese so selten vorkommen. Die Charaktere haben andere Hintergründe und agieren untereinander auch vollkommen anders. Neue kamen hinzu, andere (wichtige) fehlen komplett. Klar, die Serie ist an sich wirklich gut gemacht, aber eben so gar nicht wie das Buch.

★★★★☆

Sonntag, 11. August 2013

"Fünf" von Ursula Poznanski

Titel: Fünf
Autor: Ursula Poznanski
Originaltitel: Fünf
Erscheinungsjahr: 2012

- Taschenbuch
- 480 Seiten


Erster Satz: "Die Stelle, an der sich sein linkes Ohr befunden hatte, pochte im Rhythmus seines Herzschlages."

Klappentext: "Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintatowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenniger einlassen müssen. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schnell aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird..."




Inhalt: Der Beginn eines neuen Falles für Beatrice Kaspary beginnt deutlich ungewöhnlich. Eine Frauenleiche inmitten einer Kuhweide, offensichtlich grausam ermordet. An ihren Füßen findet Beatrice Koordinaten, sonstige Anhaltspunkte fehlen vollkommen. Als sie mithilfe eines GPS-Gerätes mit ihrem Partner Florin zur besagten Stelle findet, finden die beiden ein Leichenteil zusammen mit einem Rätsel und typischen Kürzeln die in der Geocaching-Szene genutzt werden. Das Rätsel führt die beiden zu weiteren Caches (also versteckten) Dingen und zu immer mehr Hinweisen bezüglich der nächsten Opfer. Die Uhr läuft gegen die beiden, denn immer mehr Menschen verschwinden, die in den Fall verstrickt waren. Und plötzlich richtet sich der Mörder auch gegen Beatrice persönlich.

Meine Meinung: Also erstmal - wie viel kann man bitte mit einem Klappentext schon verraten? Aber nun gut. Ich habe mir das Buch eigentlich hauptsächlich gekauft, weil es von Ursula Poznanski ist und ich die Autorin eigentlich gerne mag. Allerdings konnte mit "Fünf" nicht so sehr überzeugen wie zum Beispiel "Erebos". Ich habe sehr lange gebraucht um in die Geschichte zu finden, dennoch konnte ich es dann eigentlich kaum noch aus der Hand legen und nur die Arbeit hat im Lesefluss gestört. Es war zwar nicht furchtbar spannend geschrieben, dennoch finde ich die Grundidee des Buches ziemlich genial. Ein Mörder, der dem Ermittlerteam mithilfe von für Geocaching typischen Dingen in die Karten spielt und so ein, ich muss es zugeben, ziemlich schlaues Spiel mit den beiden spielt. Die Rätsel und somit die Hinweise auf die nächsten Opfer haben sich von Fund zu Fund gesteigert und mich ziemlich beeindruckt, zumal am Ende noch der wahre Grund für die seltsamen Rätsel offen gelegt wurde. Kein besonders langer Text zu meiner Meinung, aber ich würde hier sehr schnell Gefahr laufen wichtige Dinge zu verraten, und das sollte ja vermieden werden.

Übrigens haben wir hier den Auftakt zu einer Reihe von Büchern, in denen Beatrice Kaspary die Ermittlerin sein wird. Eigentlich nichts, was die Welt braucht, dennoch bin ich schon auf den 2. Teil "Blinde Vögel" gespannt.

Das Buch hat von mir 4 von 5 Sternen bekommen, da es zwar sehr gut war, ich aber lange gebraucht habe um in die Geschichte zu kommen und es einfach Bücher gibt, die die 5 Sterne noch mehr verdient haben. 

★★★★☆